Lieblinge

Für was wir diesen Monat schwärmen

Thorstens aktuelle Lieblinge

Unisex-Tipps von HEYDAY-Mitbegründer Thorsten Osterberger – ein bunt kuratierter Mix von Must-haves aus Mode, Kunst und Neuheiten mit Haltung. PLUS: Thorsten ruft dazu auf, die queere Community zu unterstützen und lässt uns an seinen Erkenntnissen über die Kraft von Superfood teilhaben

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FÜR THORSTEN
DERZEIT ESSENZIELL …

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1

Imagewechsel

Vom No-Go zum It-Piece: Das Image von mehr oder weniger klobigen Sandalen, die in meiner Jugend als „öko” verpönt waren und dem Touristen-Klischee „Deutsche mit Socken und Sandalen“ Vorschub leistete, hat sich längst verändert. Der Trend bequemer Ugly Sneaker und Riemchensandalen mit dickem Korkbett sind seit ein paar Sommern nicht mehr wegzudenken. Letztere Modelle sind zwar unglaublich bequem, passen aber so gar nicht in mein modisches Verständnis. Dafür hat es mir der Style KISEE-V mit Ripsriemenentweder klassisch in Schwarz (HIER zu kaufen!) oder in tollen Farben und einem metallischen Finish – von Suicoke angetan. Dem Kult-Label aus Japan, das seit 2006 auf dem Markt ist, gelingt die perfekte Symbiose aus Performance und Design. Ich kombiniere die Sandalen gerne kontrastierend zu Anzughosen und liebe es, damit den ganzen Tag extrem komfortabel auf den Beinen sein zu können. Mein Tipp: Unbedingt auch die coolen Kooperationen mit Designern verfolgen – da gibt es stets neue abgefahrene Teile!

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2

Retro-Sehnsucht

Zum Label Paul Smith habe ich eine ganz persönliche Verbindung. Als ich Ende der Neunzigerjahre in Berlin Modedesign studierte, bestand eine Semester-Aufgabe darin, eine Kollektion für einen Designer zu entwerfen. Damals schwärmte ich für Helmut Lang, Tom Ford für Gucci oder die Punk-Ikone Vivienne Westwood. Doch meiner Studien-Partnerin – die ebenfalls aus der schwäbischen Provinz kam – und mir war schnell klar: Wir wollten unsere Wurzeln anhand von Trachten-Elementen und Symbolen aus der Pflanzen- und Bergwelt in unsere Kollektion integrieren, die Schnitte sollten allerdings klassisch bleiben. Als wir unserer Kreativität freien Lauf ließen, fanden wir Parallelen zum britischen Designer Sir Paul Smith, der konventionelle Schnitte mit spannenden Muster-Mixen und Farbkombinationen vereint. Diesen Sommer haben mich seine Muster mit Sonnenblumen in Pastelltönen getriggert. Das Hawaii-Modell passt nicht nur zur Bermuda oder Jeans, sondern macht auch abends unter dem Jackett was her. Die schönen Hemden sind bereits im Sale und man kann Einzelstücke noch HIER bei Miinto oder HIER bei Farefetch ergattern. PS: Wir haben damals unsere Semesterarbeit bei Paul Smith eingereicht, das erste Feedback war positiv, doch danach haben wir leider nie wieder was gehört. Und auch das inspirierende Booklet mit unseren Entwürfen bekamen wir nie zurück…

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3

Vintage Lover

Schon als kleiner Junge war ich von den Designs der Armbanduhren meines Großvaters begeistert, die aus der Ära der Sechziger und Siebziger stammten. Später habe ich mich im Rahmen meines Jobs als Lifestyle-Redakteur erneut dem Thema Uhren gewidmet und begutachtete jährlich die Neuheiten auf der Messe in Basel. Abgesehen davon, dass die namhaften Hersteller immer wieder tolle Modelle auf den Markt bringen, begeistern mich immer noch am meisten die Retro-Chronometer aus vergangenen Zeiten. Mein erstes Lieblingsstück fand ich in einem kleinen Laden in Florenz: eine Omega Seamaster aus dem Jahr 1969. Ich liebe ihre Schlichtheit und peppe die Rarität bis heute alle paar Jahre mit einem neuen Armband auf – von elegantem Schwarz über poppiges Rot bis zu dezentem Grau. Mittlerweile habe ich mehrere Modelle von Omega, die alle aus der Zeit von 1969 bis 1974 stammen. Fans von Retro-Uhren sei der Online-Marktplatz Chrono24 empfohlen – es macht Spaß und lohnt sich, dort zu stöbern ….

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4

Die Macht des Matcha

Bei den Berliner Press Days entdeckte ich eine Pop-up-Matcha-Bar – ich hatte schon von diesem Trend gehört, doch über die Benefits von Matcha wusste ich bis dato nicht viel. Als mich Gründerin Julia Winkels im persönlichen Gespräch darüber aufgeklärte, was Matcha so alles in sich hat und wie diese besonders edle Grüntee-Sorte auf unseren Körper einwirkt, war ich wirklich beeindruckt. Ich nehme regelmäßig einige Nahrungsergänzungen ein und weiß, wie positiv grüner Tee wirkt. Dass aber reiner Matcha in Bio-Qualität tausendmal mehr Wirkung hat, habe ich erst jetzt erfahren. Seit in der Berliner Torstraße 68 die Happy Matcha Bar eröffnet hat, in der mit Matcha zubereitete Drinks, Smoothies, Cookies und sogar Eiscremes locken, versuche ich zweimal die Woche vorbeizuradeln, um meinem Körper etwas Gutes zu tun. Berliner sollte dort unbedingt mal vorbeischauen – wer nicht in der Hauptstadt weilt, kann sich HIER auf Instagram zu selbst gemachten Matcha-Leckereien inspirieren lassen.

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Mehr Toleranz, bitte!

Den charmanten Schauspieler und Moderator Jochen Schropp habe ich in Berlin auf einem Event von Zalando kennengelernt, wo er sich als Speaker für die Sichtbarkeit von Homosexuellen einsetzte. Seine persönliche Geschichte ist der meinen sehr ähnlich: Als Jugendlicher wurde ich in der Schule oft gemobbt, weil ich bis im Alter von zwölf Jahren mit langen Haaren und femininem Habitus aussah wie ein Mädchen. Ein paar Jahre älter, war ich dann nicht mehr „das Mädchen“, sondern wurde als „Schwuchtel“ tituliert. Aber damals, Anfang der Neunziger, gab es auf dem Land keine Community und auch kein Internet – ich war auf mich allein gestellt. Deshalb freut es mich ganz enorm, dass es heute so viele Prominente gibt, die das Thema sichtbar machen. Jochen wurde von einem Verlag eigentlich für ein Kochbuch angefragt, doch er wollte lieber ein Buch schreiben, das jungen queeren Menschen dabei hilft, ihren Platz in der Welt zu finden – und das der Gesellschaft einen Spiegel vorhält. Gemeinsam mit der Diplom-Psychologin Miriam Junge liefert Jochen Informationen und Denkanstöße zu Themen Outing, Identität, Diskriminierung, Sichtbarkeit, Sex und Klischees. Chapeau Jochen! Ich feiere dein Engagement! Das Buch Queer as F*ck kann man HIER online bestellen.

Artist Philippe Nuell
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Szenen aus dem Alltag

Seit Jahren verfolge ich die Arbeiten des Künstlers Philippe Nuell. Inspiration holt sich der Franzose auf seinen täglichen Spaziergängen – er fängt intime oder öffentliche Szenen ein, und verleiht diesen fotografische oder sogar kinematografische Momente, die den Betrachter zum Voyeur machen. Die banalen Alltags-Situationen im Großformat begeistern mich – neben dem Erwerb einer seiner Arbeiten wäre es meine größte Freude, einmal mit Philippe Nuell im Rahmen eines entspannten Abends zu plaudern. Sein hier abgebildetes Werk passt perfekt zu dem heißen Sommer, der leider gerade ausklingt. Wann es zum Verkauf stehen, und was der Preis sein wird, weiß ich derzeit noch nicht – aber man muss auch mal was zum Träumen haben. Also habe ich mir das Bild als Screenshot auf meinen Laptop geladen – und begnüge mich vorerst damit, dem Künstler auf Instagram zu folgen. Seine Arbeiten sind zudem in der Pariser Galerie ALB Anouk Le Bourdiec zu sehen, mehr Infos zu Philippe Nuell gibt es HIER!

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Neue erste Liebe!

Zu Beginn der 90er Jahre war die Auswahl in den Herrensektionen der Parfümerien noch recht überschaubar. Doch dann hatte ich eine schicksalhafte Begegnung mit einem Jüngling – ihm fehlten Kopf, Arme und Beine, und er war circa 12 cm groß: Jean Paul Gaultiers Le Male im gestreiften Torso-Flakon unterschied sich komplett von anderen Herrendüften der Ära – die in der Kosmetikindustrie überstrapazierte Umschreibung „aufregend anders “ traf es in diesem Fall auf den Punkt. Erstmalig wurden Vanillenoten für ein Männerparfum verwendet – kombiniert mit Sandel- und Zedernholz entstand ein betörendes Aroma, das dennoch maskulin wirkte. Kurzum: Ich war begeistert! Nach drei Jahren exzessiver Le Male-Verwendung registrierte ich zu meinem Bedauern, dass der Duft längst kein Garant mehr für Individualität war: U-Bahnen, Clubs und scheinbar jeder andere Ort mit Ansammlungen größerer Menschenmengen war irgendwann von Le Male durchdrungen. Meine Leidenschaft für den wunderbaren Wohlgeruch wich dem Frust der Erkenntnis, dass mein geheimer Schatz mittlerweile ein absoluter Mainstream-Verkaufsschlager war. Ich machte Schluss mit Le Male und stieg um auf einen anderen Duft, und dennoch — zu keinem anderen Parfum entwickelte ich seither eine so innige Beziehung. Dementsprechend groß war meine Freude, als ich die limitierte Le Male Pride Edition 2022 in die Finger bekam: Der Duft kombiniert das altbekannte Aroma von Neroli mit frischen Zitrusnoten und aromatischem Basilikum. Zudem feiere ich Gaultier für sein großes Engagement für die LGBTQIA+ Community. Mit dem Slogan „Liberté, Égalité, Sexualité! setzt er ein wichtiges Statement. Der Unisex-Duft Le Male Pride Edition 2022 ist exklusiv bei Douglas erhältlich.

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Natürlicher Booster

Man will es ja nicht hören, aber mit zunehmendem Alter verschlechtert sich die Leistungsfähigkeit des Organismus, Körper- und Organfunktionen sind vom Alterungsprozess betroffen, das Immunsystem leidet darunter. Da ich es bis heute nicht geschafft habe, mich körperlich – sei es durch Sport, Yoga oder Ähnliches – aktiv fit zu halten, greife ich auf Nahrungsergänzungsmittel zurück. Seit ich einmal im Jahr das  biologisch-biodynamisch zertifizierte landwirtschaftliche Familienunternehmen Fattoria La Vialla in der Toskana besuche, hat sich mein  Ernährungsverhalten positiv verändert. Ich achte einfach ein bisschen mehr darauf, was in einem Produkt drin ist. Die italienischen Leckereien von La Vialla kann man via Onlineshop ordern – ich bestelle oft gemeinsam mit meiner Nachbarin, um die Mindestmengen abnehmen zu können. Ein Highlight aus der Manufakur ist für mich Oliphenolia, ein natürliches, flüssiges Nahrungsergänzungsmittel aus Oliven und Olivenblättern, das die Abwehrkräfte stärkt, entzündungshemmend wirkt sowie die Blutgefäße und Nervenzellen schützt. Ein einziges Gläschen entspricht der Heilkraft von 300 frischen Oliven! Das ganze kann man als Kur verkosten, entweder in mit Traubenmost gesüßter Variante, oder in einer bitteren Note mit Zitronensaft. HIER mehr über Oliphenolia erfahren!

Fotos: PR, Heyday Creative Studio

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Mehr über HEYDAY-Mitbegründer Thorsten Osterberger erfahren?

HEYDAY-Co-Gründer Thorsten Osterberger

Alle HEYDAY-Beiträge von Thorsten gibt es HIER zu lesen, auf Instagram könnt ihr ihm HIER folgen!

Thorsten Osterberger zog es schon in jungen Jahren aus dem idyllischem Allgäuer Ländle nach Berlin, um Mode zu studieren. Nach ersten Berufserfahrungen in London bei Designerin Vivienne Westwood, weitete er sein Tätigkeitsfeld im Laufe der Jahre beständig aus. Sein Weg führte vom Stylist bis zum Mode- und Lifestyle-Redakteur bei Magazinen wie Allegra, Capital, Business Vogue, SZ Magazin, Lufthansa Exclusive und L’Officiel Hommes. Als er 2016 zum Chefredakteur des Branchenmagazins J’N’C berufen wird, fällt ihm die drastische Zielgruppen-Verjüngung vieler Lifestyle-Marken auf: Durch das Werben mit immer noch jüngeren Influencer:innen wurde eine demografisch bedeutungsvolle Zielgruppe komplett vernachlässigt – Frauen 50plus! So entstand die Idee für das HEYDAY MAGAZINE, das Thorsten gemeinsam mit der Journalistin Stephanie Neubert aus der Taufe hob. Wenn sich Thorsten heute nicht gerade im Konzipieren von kreativen Konzepten und Designs für sein Online-Magazin verliert, liebt er es, gemeinsam mit seinem Partner Stefan im jüngst gegründeten Restaurant Osterberger in Berlin-Mitte in die Rolle des Gastgebers zu schlüpfen.

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