HEYDAY-Sternenguckerin Amélie Gebhard kommentiert die kosmische Großwetterlage: Am 26. Januar beginnt ein 14-jähriger Zyklus, der unsere Vorstellung von Glauben, Sinn, Mut und Handlungskraft grundlegend verändert. Die Menschen begnügen sich nicht mehr mit Meinungen – sie schließen sich zusammen, handeln, kämpfen für das, woran sie glauben. Wie werden wir diesen Zyklus leben, gesellschaftlich wie persönlich? Denkt daran: Wir haben eine Wahl – und die Macht liegt bei uns…

„Optimismus ist der Glaube,
der zum Erfolg führt“Helen Keller
Neumond am 18. Januar 2026 um 20:51 Uhr auf 28°43’ Steinbock
Der erste Neumond des neuen Kalenderjahres ist jener berühmte Ruhepunkt, bevor der Sturm losbricht. Im Zeichen des Steinbocks findest du jetzt geerdete Rahmenbedingungen, um solide und tragfähige Absichten für 2026 zu formulieren und dich mit größerer Klarheit und innerer Entschlossenheit auf deine langfristigen Ziele auszurichten. Es ist der Moment, Erfolg nach deinen eigenen Maßstäben zu definieren.
Falls du mit Neujahrsvorsätzen bisher gezögert hast, hatte das also seinen Sinn. Denn dieses Wochenende verbindet sich die geballte Steinbock-Power mit Saturn – dem Herrscher dieses Neumondes – und Uranus. Ein kosmischer Flow entsteht, der überraschend leicht wirken kann und in dem plötzliche Durchbrüche möglich sind.
Zwei Tage später zieht dieser Planetentross weiter in den Wassermann und trifft dort auf Pluto. Hier beginnt der Stresstest für deine Ideen. Alles, was bis zum Vollmond in zwei Wochen Bestand hat, trägt Zukunft in sich. Alles andere darf gehen – ohne Drama, ohne Schuldgefühl.
HINWEIS:
Bleibe fokussiert und lasse dich nicht ablenken. Jetzt wollen Strukturen entstehen, die deine aktuellen Werte und Wünsche wirklich widerspiegeln. Beobachte aufmerksam, wohin deine Energie fließt und wie du reagierst, wenn Widerstand auftaucht.
Gute Auswahlkriterien sind einfach und ehrlich:
- Es ist neu (oder zumindest anders als bisher)
- Und du liebst es
⨀☽♀︎♂︎ in ♑︎ → ♒︎
Wechsel Sonne, Mond, Merkur, Venus und Mars von Steinbock in Wassermann
Steinbock ist das Zeichen, das sich in einem Gedankenfeld bewegt, das durch Gesetze, Regeln und klare Strukturen geprägt ist, und das aus einem einfachen Grund: Damit Ziele auch tatsächlich erreicht werden.
Der Startschuss dieses Mondzyklus fällt zwar noch im Steinbock und bringt eine Merkur/Mars-Konjunktion mit sich, doch die eigentliche Umsetzung darf – und soll – ganz im Sinne des Wassermanns erfolgen. Aber der Reihe nach. Allein das zu erkennen, ist schon wieder sehr Steinbock.
Wenn diese beiden archetypischen Kräfte zusammenkommen, entsteht oft ein inneres Dilemma zwischen Pflicht und Freiheit. Deine individuellen Wünsche decken sich nicht immer mit den Interessen deiner Wahlfamilie oder deiner Community.
Eigentlich ist es jedoch ganz einfach: Der Steinbock lässt die Dinge reifen, der Wassermann legt sich nicht gern fest. Der Steinbock arbeitet mit Grundsätzen und bewegt sich bevorzugt innerhalb klarer Grenzen, weil er dort Verantwortung übernehmen kann. Der Wassermann hingegen bekommt schnell Schnappatmung, wenn man ihn an Pflichten erinnert – es sei denn, er erkennt Verantwortung als Werkzeug zur Selbstermächtigung. Dann kehren Leichtigkeit und Gestaltungsfreude zurück. Denn wenn du deine persönlichen Grenzen akzeptierst, kannst du dich innerhalb dieser Grenzen erstaunlich frei bewegen.
Venus im Wassermann fordert dich nun auf, dich von überholten Gewohnheiten zu trennen. Sie prägt Beziehungen und Lebensentwürfe mit dem Wunsch nach mehr Freiheit, Autonomie und Ehrlichkeit. Erkenne deine Werte und hinterfrage konsequent jene gesellschaftlichen Normen, Regeln und Erwartungen, die nicht mehr mit ihnen übereinstimmen.
Auch Merkur im Wassermann ermutigt dich zu unkonventionellem Denken, zu Perspektivwechseln und dazu, festgefahrene Meinungen und Weltbilder zu überprüfen. Dabei behält er stets im Blick, wie deine Ideen einer Gemeinschaft oder sogar der Menschheit dienen können. Es geht nicht nur um persönliche Genialität, sondern um Sinn.
Am 23. Januar tritt schließlich Mars in den Wassermann ein und bringt einen verwegenen, fast revolutionären Vibe mit. Er interessiert sich für soziale Gerechtigkeit, stellt den Status quo infrage und scheut sich nicht davor, Grenzen dessen zu sprengen, was du bisher für möglich gehalten hast.
HINWEIS:
Verbinde deinen Freiheitsdrang mit weiser Voraussicht. Stell dir vor, du brichst zu neuen Ufern auf und mach dein Schiff dafür seetauglich. Die kommende Wassermann-Saison zeigt dir deine Rolle im größeren sozialen Kontext. Finde heraus, wie du dich in Gruppen und Gemeinschaften einbringen kannst, ohne dich zu verbiegen. Was kannst du zum kollektiven Fortschritt beitragen, während deine Einzigartigkeit gesehen und geschätzt wird?
Es ist an der Zeit, dich nur noch mit Menschen zu verbinden, die bereit sind, dein wahres Selbst oder sogar die beste Version davon zu erkennen. Schaffe einen Rahmen, in dem sich deine Vision verwirklichen lässt. Mit Pluto im Wassermann gelten die alten Regeln nicht mehr. Die zentrale Frage lautet nun: Kannst du deine Ziele gemeinsam erreichen? Du bist nicht mehr allein unterwegs.
In solchen Initiationsmomenten fühlt es sich an, als wäre alles möglich. Entscheide dich für das, was wahrhaftig, nützlich und hilfreich ist und was die Lebensqualität auf diesem Planeten nachhaltig verbessern kann. Denn genau das hat Zukunft.
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Januar 2026 – 22. Mai 2038
Oktober 2038 – 23. März 2039
Astrologisch waren die Umbrüche der letzten Jahre stark von den Langsamläufern geprägt. Saturn, Uranus und Neptun haben ihre neuen Zeichen zunächst nur getestet – und nun wird es ernst.
Am 26. Januar verlässt Neptun endgültig die Fische und betritt den Widder. Damit beginnt ein 14-jähriger Zyklus, der unsere Vorstellung von Glauben, Sinn, Mut und Handlungskraft grundlegend verändert.
Neptun steht wie kein anderer Planet für die Welt des Unsichtbaren: Spiritualität, Mitgefühl, Ideale, aber auch für Illusion, Täuschung und Selbstbetrug. Er kann Kunst, Musik und Visionen hervorbringen – ebenso wie Rausch, Grenzauflösung und das Verlieren der inneren Orientierung.
Der Widder hingegen verkörpert rohe Lebenskraft, Pioniergeist, Mut und den Willen, sich durchzusetzen. Wo er auftaucht, geht es um Initiative, Kampfgeist und den Impuls: Ich handle.
Wenn sich diese beiden Kräfte verbinden, entsteht eine hochenergetische Mischung: Glauben wird militant, Mitgefühl will Tat werden, Ideale verlangen Einsatz.
Ein Blick in die Geschichte (die letzte Neptun-im-Widder-Phase war von 1861 bis 1875) zeigt die Ambivalenz dieser Energie deutlich: Bürgerkrieg, ideologische Spaltungen und neue Machtkämpfe einerseits; bahnbrechende Erfindungen, medizinischer Fortschritt, Elektrizität und Industrialisierung andererseits. Vision und Zerstörung lagen nah beieinander. Interessanterweise wiederholt sich auch die damalige Begleitmusik: Uranus wandert erneut durch kommunikative Zwillinge-Zeichen, Pluto steht im Wassermann. Wir treten in ein neues Zeitalter der Erfindungen ein – mit enormem Potenzial, aber auch hoher Verantwortung.
Gesellschaftlich zeigt sich Neptun im Widder als ideologische Polarisierung. Menschen begnügen sich nicht mehr mit Meinungen – sie schließen sich zusammen, handeln, kämpfen für das, woran sie glauben. Heldenfiguren werden gesucht, Stärke wird romantisiert, Tatkraft gefeiert. Das kann verbinden und spalten. Die entscheidende Frage wird sein: Wofür wirst du deine Energie einsetzen? Auf der persönlichen Ebene bringt dieser Transit mehrere zentrale Lernfelder:
A) Macht und Wahlfreiheit
Neptun im Widder konfrontiert uns mit der Frage, wo wir unsere Macht abgeben – aus Bequemlichkeit, Angst oder falsch verstandenem Frieden. Gleichzeitig erinnert er uns daran, dass wir mehr Handlungsspielraum haben, als wir glauben. Die kommenden Jahre fordern dazu auf, die eigene Selbstwirksamkeit ernst zu nehmen und sie nicht leichtfertig aus der Hand zu geben.
B) Identität und Wahrheit
Neptun löst Identitäten auf, und das besonders dort, wo sie auf Schmerz, Anpassung oder Fremdzuschreibungen beruhen. Zwischen 2025 und 2027 kann Verwirrung darüber entstehen, wer wir „wirklich“ sind. Doch genau darin liegt die Chance, falsche Selbstbilder abzustreifen und ehrlichere, lebendigere Identitäten zu entwickeln. Mitgefühl beginnt hier mit der Wahrhaftigkeit sich selbst gegenüber.
C) Mitgefühl als Handlung
Diese Zeit verlangt mehr als nur gutes Wollen. Mitgefühl bedeutet nicht Selbstaufopferung, sondern bewusstes, beherztes Handeln. Manchmal ist ein klares „Stopp“ das Mitfühlendste. Es geht darum, Dienst an anderen mit gesunden Grenzen zu verbinden – und im Kleinen wirksam zu sein, statt sich im Großen zu verlieren.
D) Der innere Held und seine Grenzen
Neptun im Widder weckt den Wunsch, zu retten, zu kämpfen, Bedeutung zu haben. Das ist kraftvoll, solange wir anerkennen, dass wir nicht alle retten können. Ein ungezügelter Heldenkomplex führt zu Erschöpfung. Wahre Stärke liegt darin, Verantwortung zu übernehmen, ohne sich selbst zu verbrennen.
E) Neue Definition von Stärke
Diese Welt benötigt Kämpfer – und sie braucht jene, deren Sensibilität ihre Stärke ist. Menschen, die fühlen, früh wahrnehmen, lieben können. Sensibilität ist kein Gegensatz zu Mut, sondern eine andere Form davon. Unter Neptun im Widder ist sie essenziell, um Menschlichkeit, Frieden und innere Gesundheit zu bewahren.
HINWEIS:
Am Ende bleibt eine einfache, aber machtvolle Wahrheit: Wir haben eine Wahl. Astrologie beschreibt Zeitqualitäten – keine Schicksalsurteile. Wie wir diesen Zyklus leben, gesellschaftlich wie persönlich, liegt bei uns. Die Macht liegt bei dir. Vergiss das nicht.
Mantra des Tages
„Ich bin bereit, meinen Platz einzunehmen“

Planetenstände am 18. Januar 2026 um 20:51 Uhr in Berlin
Sonne 28°43’ Steinbock
Mond 28°43’ Steinbock
Merkur 26°53’ Steinbock
Venus 1°37’ Wassermann
Mars 26°27’ Steinbock
Jupiter 18°58’ Krebs
Saturn 27°26’ Fische
Uranus 27° 34 Stier
Neptun 29°48’ Fische
Pluto 3°16’ Wassermann
Chiron 22°43’ Widder
Lilith 3°15’ Schütze
Nördlicher Mondknoten 11°13’ Fische

☞ TIPP für Podcast-Fans
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Mehr über Amélie Gebhard
Amélie Gebhard ist geprüfte Astrologin des Deutschen Astrologen-Verbandes e.V. und ausgebildet in Psychological und Evolutionary Astrology. Sie verbindet ihre Liebe zu den Sternen mit einem ganzheitlichen Ansatz, der Bewusstsein, Kreativität und innere Klarheit stärkt.
Ob in Beratungen, in ihrem Podcast AstroDisco oder hier in ihrer Kolumne – sie lädt dazu ein, die eigene Stimme im Rhythmus der Sterne wiederzufinden.
Mehr über ihre Arbeit findest du auf www.thestarsweare.com




















