Naturkosmetik ohne Kompromisse

Das Label Kjær Weis gilt als Inbegriff nachhaltiger Naturkosmetik auf höchstem Niveau. Wie Gründerin Kirsten Kjær Weis es geschafft hat, die Beautyindustrie mit ihren Produkten aufzumischen

Setzt schon lange auf nachhaltige Kosmetik: Visionärin und Make-up-Artistin Kirsten Kjaer Weis
Foto: Kjaer Weis

In Dänemark aufgewachsen, lebt und arbeitet Kirsten Kjaer Weis seit über 20 Jahren in der Modemetropole Amerikas, in New York. Während ihrer Arbeit für Magazine, Schauspieler und Designer ist sie auf etwas Interessantes gestoßen …

Wie kam es dazu, dass eine erfahrene Make-up-Artistin ausgerechnet eine Naturkosmetik-Linie kreiert?

Ich habe miterlebt, was synthetische und chemische Inhaltsstoffe wie Silikone, Farb- und Duftstoffe in und auf der Haut auslösen können. Während meiner Zeit als Make-up-Artistin ist mir aufgefallen, dass viele Models Hautprobleme, Unreinheiten und Irritationen hatten. Sie alle verwendeten täglich konventionelle Kosmetik und wurden auch damit geschminkt. Natürliche Alternativen gab es schlicht und einfach nicht. Das wollte ich ändern. Mein Wunsch war es, Produkte zu kreieren, die zwei Welten vereinen: Nachhaltige und natürliche Formulierungen, die ebenso hochwertig und leistungsstark wie herkömmliche Produkte sind. Meine Philosophie: Ob Wirkweise, Optik oder Inhalt – ich gehe keine Kompromisse ein! Kjaer Weis-Produkte sind sogar so natürlich, dass man sie essen könnte.

Das Besondere an Kjaer Weis sind zum Einen die hoch qualitativen, natürlichen Rezepturen, zum Anderen das edle Design …

Warum sollen Nachhaltigkeit und Luxus nicht zusammenpassen? Warum soll Luxus nicht gut für den Planeten sein? Ich bin ein großer Design-Fan und glaube daran, dass Optik eine große Rolle spielt. Für das Produktdesing habe ich mich mit Marc Atlan zusammengetan. So ist eine Verpackung mit Refill-System entstanden, die nachhaltig und gut aussieht.

Welche Inhaltsstoffe stecken in den Produkten? 

Wir verwenden hauptsächlich pflanzliche Öle, etwa aus Hagebuttensamen, Mandeln oder den Samen des Wunderbaums, auch Rizinus genannt. Die hohe Qualität ist ausschlaggebend, um hochwertige Naturkosmetik herzustellen. Deswegen sind alle Öle kalt gepresst und aus kontrolliert biologischem Anbau. Außerdem enthalten unsere zertifizierten Produkte Sheabutter, Bienenwachs oder Candelillawachs, deren Herstellung sehr durchdacht sein muss. Schließlich handelt es sich um Rohstoffe aus der Natur. Das ist wie in der Weinindustrie: Jede Saison ist anders, aber das Produkt ändert sich nicht. Das ist sozusagen fast wie Handarbeit.

Stichwort Greenwashing. Viele Kosmetikfirmen stellen sich in der Öffentlichkeit als besonders nachhaltig und fair dar, sind es aber nicht. Was denkst du darüber?  

Momentan bezeichnen sich viele Marken als clean, also sauber. Leider gibt hier es keine einheitlichen Richtlinien oder Gesetze. Clean bedeutet bei einigen ohne Silikone. Allerdings enthalten deren Produkte dafür oft andere Kunststoffe. Bei wieder anderen ist es genau umgekehrt. Meiner Meinung nach ist es das Wichtigste, die Verbraucher richtig aufzuklären. Denn clean ist nicht gleich clean – da gibt es große Unterschiede. Ich lege großen Wert auf Transparenz. Bei Kjaer Weis werden die Inhaltsstoffe nicht nur aufgelistet, sondern auch ihre Wirkweise wird erklärt. Das kann man auf der Webseite ganz gut sehen.

Was ist das Schwierigste bei der Herstellung von organischen Make-up-Produkten?

Die Texturen sind eine Herausforderung. Denn im Gegensatz zu konventionellen Herstellern verwenden wir keine Silikone. Aber wir haben zum Glück jemanden, der ein Gespür dafür hat, Silikon auf natürliche Weise nachzubilden. Es darf nicht zu ölig, aber auch nicht zu trocken sein. Dabei geht es um ganz feine Nuancen.

Foto: Paul Westlake
Foto: Paul Westlake
Foto: Kajer Weis

Fotos: Paul Westlake

Viele Frauen trauen sich nicht an Naturkosmetik, weil sie an der Haltbarkeit oder der Textur zweifeln.  Was rätst du ihnen?

Diese Angst ist völlig unberechtigt. Jede Frau, die die Produkte probiert, wird den Unterschied sehen und fühlen. Sofort!

Mit Kjaer Weis folgst du keinen saisonalen Trends. Nach welchen Kriterien entwickelst du neue Produkte? 

Ich mag Farben, die immer passen und nicht unbedingt trendorientiert sind. Dabei lasse ich mich von Kunst, Natur, Stoffen und Farben in meiner Umwelt inspirieren.

Wie siehst du das Bild älterer Frauen in unserer heutigen Gesellschaft?

Wir gehen in die richtige Richtung, wenn es darum geht zu bemerken, dass reifere Frauen Schönheit, Stärke und Weisheit besitzen. Unser beliebtestes Launch-Event für unseren Lip Gloss mit einem Model, das über 60 war – die Reaktionen sprachen Bände! Auch die jüngeren Frauen identifizierten sich mit ihr. Andererseits sind wir immer noch weit entfernt von der Gleichstellung von Mann und Frau. Es wird noch eine Weile dauern, bis unsere Gesellschaft aufhört, Frauen vorzuschreiben, was sie in einem bestimmten Alter tun, sagen oder lassen sollen. Wir sollten dran bleiben, uns zu behaupten und uns nicht um die Meinung anderer scheren.

Foto: Paul Westlake

Wenn die Haut altert, wissen Frauen oft nicht, wie sie sich schminken sollen. Worauf sollte man jetzt achten?

Grundsätzlich gilt: Weniger ist mehr. Mein Trick für einen frischen Look: das Rouge mittiger statt wie gewohnt auf dem Wangenknochen auftragen. Der Effekt ist, dass man sofort jugendlicher und gesünder aussieht. Wenn die Lider anfangen zu hängen, verleihen getuschte Wimpern den Augen mehr Tiefe.

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Makellose, strahlende Haut steht bei Frauen ganz oben auf der Wunschliste. Hast du dafür einen Geheimtipp?

Schöne Haut kommt immer von innen. Für einen natürlichen Glow und möglichst wenig Alterserscheinungen sind gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und guter Schlaf extrem wichtig. On top empfehle ich ein nährendes Gesichtsöl und einen Hauch Foundation.

Foto: PR

„Mein Trick für einen sofortigen Frische-Effekt: Das Rouge statt auf den Wangenknochen mittiger auf den Bäckchen platzieren.“

Kirsten Kjær Weis
Kjaer Weis Illustration: Christina Zimpel
Foto: PR

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