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Ein Mantel für die Ewigkeit…

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Verschiedene Muster, ein Schnitt: Das Berliner Label AleksandraViktor stellt weit schwingende Chapan-Mäntel in traditioneller usbekischer Ikat-Webkunst her. Jedes Stück ist ein Unikat und ein Statement. Alles über die Entstehungsgeschichte

So einzigartig jedes Kollektionsteil, so vielfaltig sind die Models der Kampagne von AleksandraViktor. Oben links: Shirley ist Gründerin von Wunderhaus. Rechts oben: Sita ist eine liebe Bekannte der Designerin, die bereits in Rente ist und leidenschaftlich Kunst sammelt. Rechts unten: Katharina ist Verlegerin

Aleksandraviktor Ikat Aleksandra Jagdfeld Mantel

Ob auf einem offiziellen Fashion Week Event oder beim Einkaufen im Supermarkt – wem Aleksandra Jagdfeld in Berlin über den Weg läuft, der kann die Modeunternehmerin nur schwer übersehen. Denn die gebürtige Polin ist fast immer in einen ihrer auffälligen Chapan-Mäntel im bunten Ikatmuster und lässiger Oversize gehüllt, die sie zum Midi-Kleid mit Pumps ebenso wie zu weißem T-Shirt, Jeans und klobigen Boots trägt. Die Entstehungsgeschichte dieser einzigartigen Stücke ist so besonders wie die Mäntel selbst. 2019 ging Aleksandra Jagdfeld mit ihrem Label AleksandraViktor an den Start und erfüllte sich damit den lang gehegten Traum, Mode mit Impact auf den Markt zu bringen. Erst die Geburt ihres Sohnes Viktor – daher auch der Name des Labels – gab ihr den nötigen Mut, den Schritt ins hart umkämpfte Mode-Business zu wagen. „Wenn eine Frau ein Kind zur Welt gebracht hat, kann das enorme Kräfte freisetzen. Für mich war plötzlich alles möglich“, verrät uns Aleksandra Jagdfeld.

So brach sie, als ihr Sohn gerade mal sechs Monate alt war, zu einer Reise auf, die den Grundstein ihres Labels markieren sollte. Ihre Faszination für das Ikatmuster führte sie ins entlegene Fergana Tal, abseits der Hauptstadt von Usbekistan, in dem es weder Handyempfang noch Internet gibt. „Ich bin ein Mensch mit einer stark ausgeprägten Intuition, und ich wusste, dass mich hier etwas Wunderbares erwarten würde“, so die mittlerweile zweifache Mutter. Die Menschen begegneten ihr hier mit einer besonders warmherzigen Gastfreundschaft und ließen am Erfahrungsschatz ihres jahrhundertealten Handwerks teilhaben. Mit dem Untergang der Sowjetunion und ihrem kommunistischen Regime konnte hier eine traditionsreiche Webkultur wieder aufblühen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde und aus der handgefertigte Seidenstoffe im Ikatmuster entstehen. „Mit meinem Projekt versuche ich, diese Tradition aufrecht zu erhalten. Die jungen Menschen vor Ort müssen wissen, dass sie da was ganz Außergewöhnliches beherrschen, was in den westlichen Ländern geschätzt wird“.

Mit ihrem Label verwandelt Aleksandra Jagdfeld die farbenprächtigen Stoffe in lässige Chapan-Mäntel und schlägt damit eine Brücke zwischen traditionellem Handwerk und modernem Design. Sie beschränkt sich dabei ganz bewusst auf nur ein Produkt, das in One Size und als Unisex-Modell daherkommt. „Wir produzieren viel zu viel! Dieser Druck, dem viele Designer ausgesetzt sind, die vielen Kollektionen im Jahr – das braucht kein Mensch mehr! Die großen Konzerne und die Politik sollten endlich Schritte einleiten, die diese Prozesse regulieren,“ erklärt die junge Unternehmerin. Ihre handgefertigten Mäntel, die in Deutschland geschneidert werden, sind eine Investition fürs Leben, sie eignen sich als wertvolle Erbstücke. Ein nachhaltiges Modekonzept, das als Gegenentwurf zu kurzlebiger und maschinell hergestellter Massenwahre auf die Bedürfnisse aufgeklärter Konsumenten und Konsumentinnen zugeschnitten ist.

Aleksandraviktor Ikat Aleksandra Jagdfeld Mantel

Oben rechts: Die Berliner Fotografin und Yoga-Meisterin Nela
Unten links: Model Sarah Jane ist Fashion Consultant und lebt mit ihren zwei Kindern in Berlin

„Ich wollte starke and authentische Frauen aus meinem Bekanntenkreis als Models engagieren, weil der Mantel ein Statement ist und den individuellen Charakter sowie die Persönlichkeit in jeder Lebensphase unterstreicht.” 

Aleksandra Jagdfeld

Wie viele junge Label-Gründerinnen geht Aleksandra Jagdfeld mit ihrem ungewöhnlichen Produkt auch unternehmerisch neue Wege, die sich gerade in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie bewähren. So verkauft sie ihre Unisex-Mäntel etwa nach Terminvergabe in ihrem Show-Room in Berlin-Mitte und bietet ihren Kunden und Kundinnen damit ein ganz besonders exklusives Shopping-Erlebnis. Außerdem lädt die Unternehmerin gerne zu außergewöhnlichen Events, um ihre Chapan-Mäntel zu inszenieren und verknüpft etwa Kunst und Mode. Anlässlich des Gallery Weekends im letzten Herbst schloss sie sich mit der Porzellankünstlerin Stefanie Hering zusammen und verkaufte ihre Stücke unter dem Motto „Mindful Design“ in einer Location auf der Potsdamer Straße, die sich bereits seit längerem als Hotspot der Berliner Kunstszene etabliert hat. Shopping wird hier zum Erlebnis, das für die Käufer und Käuferinnen ebenso nachhaltig ist, wie das Produkt selbst. Diese Zusammenkünfte werden auch nach dem Lockdown wieder stattfinden, derweil kann die Fangemeinde des Labels auf den Online-Store ihrer Website zurückgreifen. Die Mäntel werden hier von charismatischen Frauen jeden Alters in Szene gesetzt, die Aleksandra im Freundeskreis rekrutiert hat. So wirkt der digitale Auftritt ebenso pointiert wie ihre analogen Shopping-Veranstaltungen.

Usbekistan soll für die Unternehmerin nicht die letzte Station auf ihrer Reise bleiben. Sie möchte mit ihrem Mantel um die Welt ziehen – immer mit dem Ziel, traditionelle Handwerkskunst zu erhalten und in den modernen Alltag zu holen. „Es gibt ganz tolle Webtechniken in Südamerika, in die ich im Moment eintauche – auch wenn es mit dem Reisen gerade etwas schwierig ist”. Trotzdem arbeitet sie sehr intensiv an einer zweiten Mantel-Kollektion, die für den kommenden Herbst geplant ist. Ihren Fokus legt sie diesmal auf edlen Samt, ihrem Signature-Muster bleibt sie aber auch weiterhin treu. 

Oben links: Ayurveda-Coach Marta ist die Schwägerin von Designerin Aleksandra. Rechts: Tataja Sprick, Content Developer Adviser in ihrem eigenem Unternehmen. Unten links: Juliet leitet die Boros-Foundation in Berlin Mitte Unten rechts: Einen Zeit- und alterslosen Look präsentiert Kunstsammlerin Sita

„Wir produzieren viel zu viel! Dieser Druck, dem viele Designer ausgesetzt sind, die vielen Kollektionen im Jahr – das braucht kein Mensch mehr! Die großen Konzerne und die Politik sollten endlich Schritte einleiten, die diese Prozesse regulieren!”

Aleksandra Jagdfeld
Aleksandraviktor Ikat Aleksandra Jagdfeld Mantel
Aleksandraviktor Ikat Aleksandra Jagdfeld Mantel
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Wer steckt hinter der Kollektion? Wir stellen vor: Designerin Aleksandra Jagdfeld aus Berlin

Aleksandraviktor Ikat Aleksandra Jagdfeld Mantel

Aleksandra Jagdfeld ist in Polen geboren und aufgewachsen und kam zum Studium der Kulturwissenschaften nach Deutschland. Nach einer Karriere in der Immobilienentwicklung in Berlin entschloss sie sich 2017 mit der Geburt ihre Sohnes Viktor in die Modebranche zu wechseln und lancierte 2019 das nach ihr und ihrem Sohn benannte Label AleksandraViktor.

Designerin Aleksandra mit Freundin Sita, während des Shootings für ihre Kampagne

Ehrlich und nahbar: Bei der Produktion setzt die Designerin auf Transparenz und gewährt auf Instagram Einblicke in die Herstellung der Kleidung – von der Inspiration bis hin zur Fertigung.

Aleksandraviktor Ikat Aleksandra Jagdfeld Mantel Nachhaltigkeit
Aleksandraviktor Ikat Aleksandra Jagdfeld Mantel Nachhaltigkeit
Aleksandraviktor Ikat Aleksandra Jagdfeld Mantel Nachhaltigkeit
Aleksandraviktor Ikat Aleksandra Jagdfeld Mantel Nachhaltigkeit
Aleksandraviktor Ikat Aleksandra Jagdfeld Mantel Nachhaltigkeit
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