Yoga-Retreats – radikale Selbstfürsorge statt nur Erholungsurlaub

Loslassen, Entspannen und sich selbst von innen und außen erneuern: Unsere Yoga- und Wellbeing-Expertin Elena Lustig erklärt uns das Konzept von Yoga-Retreats

Eigentlich war ich gar nicht auf der Suche nach einem neuen Ort für Yoga-Retreats, als ich vor drei Jahren mit meiner Familie für die Sommerferien nach Ithaka fuhr – eine kleine zerklüftete Insel in Griechenland, ohne eigenen Flughafen, selbst in der Hochsaison verschlafen und unaufgeregt. Pittoreske Fischerdörfchen, dramatische Berge, Kieselstrände und kristallklares Meer. Oberhalb einer meiner liebsten Sunset-Strände entdeckte ich schließlich Itha108 und war schockverliebt: das schönste Retreat-Center, das ich je gesehen hatte. Zurzeit noch ein echter Geheimtipp, gerade eröffnet von Ingrid Gottschalk, einer in London lebenden Deutschen, die sich auf Ithaka einen Traum erfüllt hat und nun Yogis aus der ganzen Welt einen Ort der Ruhe, Schönheit und Stille bietet. 

„Wer hat schon die Zeit täglich zu meditieren, Yoga zu üben, in der Natur zu sein, den Grillen beim Zirpen zuzuhören, im Meer zu schwimmen, sich köstlich bekochen zu lassen und ausreichend zu schlafen?“

Elena Lustig

Denn das ist die Bedeutung des Wortes: to retreat heißt sich zurückziehen, aus dem Alltag ausbrechen, an einen besonderen Ort gehen und all das zu machen, wozu man normalerweise nicht kommt. Kurz gesagt: radikale Selfcare! Wer hat schon die Zeit täglich zu meditieren, Yoga zu üben, in der Natur zu sein, den Grillen beim Zirpen zuzuhören, im Meer zu schwimmen, sich köstlich bekochen zu lassen und ausreichend zu schlafen? 

Zwar ist Ausschlafen auf Retreats meistens nicht angesagt, weil man schon morgens früh meditiert und Yoga macht. Aber es bleibt über den Tag genug Zeit, noch ein Nickerchen einzubauen. Meistens folgt am Nachmittag oder frühen Abend die zweite Yoga- oder Meditations-Einheit und manchmal gibt es zusätzlich eine Entspannungsübung vor dem Einschlafen. Ein guter Mix aus angeleitetem In-Sich-Gehen, Zeit für sich selbst und einem Gemeinschafts-Erlebnis, das nicht selten in neuen Freundschaften mündet. 

Retreats werden inzwischen angeboten wie Sand am Meer, für jeden Geschmack gibt es das passende Format – vom Day-Retreat in der Großstadt über ein mehrtägiges Retreat im Umland oder im nahen Ausland bis hin zu mehrwöchigen Auszeiten an exotischen Orten. Für jeden Geschmack, jedes Zeitfenster und jedes Budget gibt es Angebote und manchmal ist es schwierig, sich in diesem Dschungel zurecht zu finden. Wer feststellt, dass die Batterien nachhaltig wieder aufgeladen werden müssen, ist auf einem Retreat wirklich gut aufgehoben. Nur wo?

„Ein Retreat ist kein Erholungsurlaub, auch wenn man super erholt zurückkommt. Es ist eine Reise zu sich selbst, die lange nachwirken kann. Je nachdem, wie tief man abgetaucht ist und was man dabei gelernt hat. “

Elena Lustig

Itha108 ist ein griechisches Inselresort voller natürlicher Schönheit und mit viel Raum für Ruhe und Entspannung

Für mich persönlich sind zwei Dinge entscheidend: wer das Retreat leitet und wo es stattfindet. Verbringe ich mit einem Lehrer oder einer Lehrerin mehrere Tage an einem Ort, dann muss ich ihm oder ihr unbedingt vertrauen. Dieser Mensch muss fachlich gut sein, authentisch, mitfühlend und gleichzeitig professionell. Ansonsten ist es für mich schwer, mich inspirieren zu lassen. Und auch der Ort muss mir gefallen: Ich liebe schöne Häuser, besondere Landschaften und nachhaltiges, gutes und liebevoll zubereitetes Essen. 

Interessanterweise ziehen bestimmte Lehrer und bestimmte Orte auch bestimmte Teilnehmer an. Oft begegnen sich auf Retreats Menschen, die ähnliche Lebensentwürfe haben und ähnliche Themen klären wollen. Was sie alle verbindet ist der Wunsch, sich eine Auszeit zu nehmen, um an sich zu arbeiten und sich gleichzeitig zu entspannen. So gesehen ist ein Retreat kein Erholungsurlaub, auch wenn man super erholt zurückkommt. Es ist eine Reise zu sich selbst, die lange nachwirken kann. Je nachdem, wie tief man abgetaucht ist und was man dabei gelernt hat. 

Konzentration und Fokus, Entspannung und Loslassen, Transformation und persönliche Entwicklung sind der nachhaltige Luxus eines guten Retreats, aus dem wir mehr Selbstfürsorge und eine liebevollere Haltung zu unseren Bedürfnissen mit nach Hause nehmen dürfen – und vielleicht auch ein paar Kieselsteine vom Strand auf Ithaka.


Foto: Anne Smith

Elena Lustig ist so begeistert von der griechischen Insel Ithaka und dem Hotel Itha108, dass sie dort vom 16. bis 22. Mai 2020 selbst ein Retreat veranstaltet. Wenn Du Dich in Deinem Leben neu ausrichten möchtest, wenn Du Unterstützung und Inspiration brauchst, wenn Du Dich von innen und außen erneuern möchtest und wenn Du möchtest, dass man Dir das auch ansieht, ist dieses Retreat genau das Richtige für Dich!

Alle Infos zum Pro-Age-Yoga-Retreat mit Elena findest du
HIER.

weitere Beiträge

zuück weiter